Alice Pater

Studium der europäischen Betriebswirtschaft, Berufserfahrung als Beraterin für Organisationsgestaltung und Prozessoptimierung im In- und Ausland, drei Kinder und eine 12jährige  Familienphase, davon acht Jahre in Frankreich.

Welche Unterstützung war für Sie bei power_m besonders wichtig?

Nachdem ich mich vor 14 Jahren aus dem deutschen Arbeitsumfeld verabschiedet hatte, galt es bei unserer Ankunft in München, mich neu zu orientieren. Ich hatte kein berufliches oder privates Netzwerk vor Ort, kannte weder den Münchener Arbeitsmarkt, noch hatte ich eine Vorstellung des lokalen Gehaltsgefüges. Auch meine Bewerbungsunterlagen musste ich wieder an deutsche Standards anpassen.

Das Wichtigste bei power_m waren für mich aber die regelmäßigen Treffen, auf die ich mich immer wieder gezielt vorbereiten musste und ohne die ich bestimmt nicht so zielstrebig an meinem Wiedereinstieg gearbeitet hätte. Es war der Rahmen, den ich brauchte, um mich aus meinem gewohnten und bequemen Alltag zu lösen und immer wieder auf das nächste Treffen bzw. das nächste Ziel hinzuarbeiten. Gesellige Workshops unter „Gleichgesinnten“ (es ist immer gut, sich austauschen zu können!) bis hin zu sehr hilfsbereiten und kompetenten Ansprechpartnern bei power_m haben dafür gesorgt, dass man auch in schwierigeren Phasen seines Bewerbungsprozesses immer wieder positiven Zuspruch und neuen Input bekam, um weiter dynamisch „am Ball“ zu bleiben.

Wie ist Ihr Bewerbungsprozess verlaufen?

Innerhalb von sieben Monaten habe ich 35 Bewerbungen geschrieben, auf die ich mich immer sehr sorgfältig vorbereitet habe, aber die ersten fünf Monate habe ich nur Absagen bekommen, ohne jegliches qualitatives Feedback. Das war sehr frustrierend. Im Laufe der Zeit habe ich meine Bewerbungsstrategie mehrfach angepasst, und immer wieder meinen Fokus auf das Netzwerken ausgerichtet. Zum Schluss ergaben sich unverhofft mehrere Einladungen. Von vier geführten Gesprächen habe ich letztendlich drei Angebote erhalten. 

Wie fanden Sie Ihren Arbeitgeber und die jetzige Stelle?

Eine power_m Teilnehmerin, mit der ich an einigen Modulen teilgenommen habe, hatte gut verstanden, was ich suchte. Sie machte mich auf eine Stellenanzeige bei der Landeshauptstadt München aufmerksam, die genau auf mich passte. Da die Anzeige auf einer speziellen Website veröffentlicht war, hätte ich die Ausschreibung ohne ihren Tipp nicht entdeckt. Jetzt bin ich als Organisationsberaterin tätig, die in einer Querschnittsfunktion die verschiedenen Referate der Landeshauptstadt München in prozesstechnischen und aufbauorganisatorischen Fragen berät.

Was schätzen Sie an Ihrem jetzigen Arbeitgeber?

Die Vielseitigkeit der Aufgaben und die Verschiedenartigkeit der unterschiedlichen Referate (in ihrer Arbeit, aber auch ihrer Kultur) bringen mit sich, dass jedes Projekt von neuem spannend ist. Und in einer so großen Organisation wie der LHM gibt es natürlich auch eine Menge Optimierungspotentiale. Nicht zuletzt war aber eines der ausschlaggebenden Argumente für diese Stelle, dass ich weiterhin als Beraterin tätig sein kann, aber eben in Teilzeit (80%) und an einem festen Standort.

Gab es Frustrationen im Wiedereinstiegsprozess?

Ja sicher, die Uhren ticken anders in einer öffentlichen Verwaltung als in der Privatwirtschaft und aufgrund der Größe der Organisation sind die Systeme und Prozesse vergleichsweise schwerfällig. Aber ich treffe immer wieder auf sehr engagierte und kompetente Kollegen mit denen die Arbeit viel Spaß macht.  

Was hat sich in der Familie seit Ihrem Wiedereinstieg verändert und was bringen Sie aus der Familienphase mit?

Von 0 auf 80% Arbeitszeit, da hat sich einiges verändert. Auch bei uns ticken die Uhren nun anders. Von meinen drei Jungs erwarte ich viel mehr Eigenständigkeit (das lässt in Schulsachen manchmal noch etwas zu wünschen übrig), aber sie sind eigentlich gar nicht unglücklich und auch ganz stolz auf ihre neu gewonnene Selbständigkeit und Freiheiten.

Mein Mann hat meinen Wiedereinstieg voll unterstützt und wir teilen uns die Organisation um Kinder und Haushalt an meinen vier Arbeitstagen 50/50 auf. Und an meinem freien Tag wird Großeinkauf gemacht, gewaschen und das nötige für die Familienlogistik organisiert (Arztbesuche, Kindergeburtstagsgeschenke & Co). Und wir haben seit meinem Wiedereinstieg eine Putzhilfe. Da kommt man einmal die Woche abends richtig gern nach Hause!

Was sind Ihre Pläne für die nächsten 5 Jahre?

Ich bin sehr zufrieden, eine anspruchsvolle und meiner Erfahrung entsprechenden Tätigkeit auszuführen und diese mit meiner Familie vereinbaren zu können. Mein Ziel ist, diese Balance in den nächsten Jahren gut hinzubekommen. Bei der LHM lerne ich einen ganz neuen Sektor kennen und mache viele neue Erfahrungen. Und was sich in Zukunft ergibt, das wird sich zeigen. Ich bin schon immer offen gewesen für Gelegenheiten, die sich mir boten und habe die Frage „was wollen sie in den nächsten 5 Jahren erreichen“ schon immer sehr offen beantwortet. Dafür verändert sich unsere Umwelt doch viel zu schnell. Und man will doch flexibel sein! 

 

Durch power_m habe ich die richtigen Schritte unternommen, um zielstrebig eine Stelle zu finden, die meiner Ausbildung und Erfahrung entspricht. Und zu anderen Arbeitssuchenden ein gutes Netz von Kontakten aufgebaut, die mir dann zum Job verholfen haben. Vielen Dank Irene - und vielen Dank power_m!

 

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