Naomi Perez Fu

Meine Familienphase hat fünf Jahre gedauert. Bevor ich 2009 nach Deutschland zog, habe ich in Kuba in zwei Botschaften gearbeitet und in Kanada für eine Import-Export-Firma in der Logistik. In Deutschland war ich zuletzt selbständige Spanisch-Lehrerin.

Welche Unterstützung war für Sie bei power_m besonders wichtig?

Die persönliche Unterstützung durch meinen Coach war für mich der wertvollste Teil des Programms. Die Erkenntnis, mich nicht als Bittstellerin zu betrachten, sondern als jemand, der Wertvolles anzubieten hat, und genauso auch gesucht wird, war für mich ein bedeutender Moment und hat meine Einstellung zur Jobsuche verändert.

Wieviele Bewerbungen haben Sie geschrieben? Wie liefen die Gespräche ?

Ich habe zwischen Februar und April 2017 drei Bewerbungen geschrieben und drei Gespräche gehabt. Alle Gespräche waren eine positive und wertvolle Erfahrung:

  • Das erste Gespräch lief bereits sehr gut, allerdings fehlte mir die für die Stelle erforderliche Erfahrung.
  • Das zweite Gespräch war ebenfalls positiv, jedoch war die Stelle nur in Vollzeit zu besetze, was für mich nicht in Frage kam. Ich habe mich dennoch beworben, um Erfahrungen zu sammeln.
  • Das dritte Gespräch war bei meinem jetzigen Arbeitgeber. Auch hier habe ich mich auf eine Vollzeitstelle beworben. Da es sich um meine "Traumfirma" und "Traumposition" als Koordinatorin handelte, wollte ich mich dort unbedingt vorstellen. Auch hier war meine Einschränkung bezüglich der Arbeitszeiten ein Problem, allerdings konnte man mir eine andere Position in Teilzeit anbieten, die ich dann angenommen habe.

Wie fanden Sie Ihren Arbeitgeber und die jetzige Stelle?

Eine gute Freundin arbeitet bei der Firma und hat mir von zu besetzenden Stellen berichtet. Ich arbeite dort als Concierge im Customer Experience Team und bin der Erstkontakt für internationalen Besucher.

Was schätzen Sie an Ihrem jetzigen Arbeitgeber?

Mein Arbeitgeber ist genau was ich gesucht habe: Ein internationales Unternehmen dessen Kultur sehr gut zu mir passt. Ich schätze das Engagement der Mitarbeiter, die Arbeitsatmosphäre, das internationale Umfeld sowie die Infrastruktur. Ich habe Spaß daran, im Kontakt mit Kollegen und Kunden meine fremdsprachlichen und interkulturellen Fähigkeiten einsetzen zu können.

Gab es Frustrationen im Wiedereinstiegsprozess?

Bei mir ist alles sehr schnell gegangen. Die einzige Frustration war die Erkenntnis, wie viel schwieriger es ist, eine Teilzeitstelle zu finden. Und dass man Kompromisse eingehen muss, was den Anspruch der Stellen betrifft. Ich habe bewusst eine Stelle unter meinem Qualifikationsniveau angenommen, um einen "Fuß in die Tür zu bekommen" und mich über meine Arbeit für andere Positionen zu empfehlen.

Was hat sich in der Familie seit Ihrem Wiedereinstieg verändert und was bringen Sie aus der Familienphase mit?

In den ersten Wochen hatte ich temporär familiäre Unterstützung, das hat geholfen. Im Berufsleben fühle ich mich selbstsicherer und reifer als vor der Familienphase!

Was sind Ihre Pläne für die nächsten 5 Jahre?

Ich arbeite jetzt 30 Stunden in der Woche, und das würde ich auch gerne beibehalten. In wenigen Jahren möchte ich mir eine anspruchsvollere und herausfordernde Position erarbeitet haben, ohne auf die Möglichkeit der Teilzeitarbeit verzichten zu müssen. 

 

Durch power_m habe ich das Gefühl entwickelt, gerne arbeiten zu wollen und mit den richtigen Werkzeugen auf den Arbeitsmarkt zu gehen. 

 

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